Dienstag, 3. Juli 2018
Park
Heute Vormittag bin ich in den kleinen Park hier um die Ecke gegangen, weil bei mir hier Baustelle ist - sie verlegen Rohre. Im Park fand der Sportunterricht statt, von der Schule direkt daneben. Da habe ich mich lange davon faszinieren lassen, wiewiele Art es gibt, wie Kinder daran scheitern können, in ein, von den Lehrern geschlagenes, Seil zu laufen und dreimal zu hüpfen. Die Jungs ließen sich einfach fallen, sobald sie das Seil erreicht hatten oder rissen es dem Lehrer aus den Händen weil sie stur durchliefen.
Die Mädchen rissen entsetzt ihre Arme hoch, verheddern sich im Seil und stürzten hilflos zu Boden. Sie wurden jeweils sofort von ihrer besten Freundin getröstet. Unter den Mädchen fanden sich natürlich zwei, drei, die es perfekt beherrschten - drei kleine Springseil-Königinnen.
Der Sportlehrer hatte eine Engelsgeduld, den habe ich bewundert. Ich glaube, die Kinder haben ihn geliebt.
Später kam noch eine reine Mädchenklasse, die schon älter war, da ging es einen Zacken schärfer zu. Die Lehrerin zwang sie zum Wettkampf im rennen, rückwärts rennen, Seitgelopp und lauter solchen Sachen. Super. Da kriegen die ein richtig tolles Körpergefühl.
Gegen Mittag kamen zwei Jungs den Weg lang mit riesigen Schulranzen. Sie blieben stehen, stellten die Ranzen ab und holten ihre Trinkflaschen heraus.
"Das ist vorbildlich", dachte ich, "diese kleinen Jungs wissen, dass sie genug trinken müssen bei diesem Wetter."
Aber es kam natürlich anders. Erst gossen sie sich selbst Wasser über den Kopf und mit dem Rest bespritzten sie sich gegenseitig.
Also: hier ist immer was los, am Vormittag im Park, für interessierte Pädagogen/innen.







