The film presents a riveting account of the dramatic changes now occurring around the world due to climate change, as well as the actions that we—as individuals and as a society—can take to prevent catastrophic disruption of life on our planet. The movie follows the actor Leonardo DiCaprio as he travels to five continents and the Arctic. On his journey, he speaks to scientists, world leaders, activists, and local residents to gain a deeper understanding of this complex issue and to investigate concrete solutions to the most pressing environmental challenge of our time.Man kann ihn hier auf Englisch sehen >>
A discussion with Martin Delker, Citizens’ Climate Lobby, CCL, will follow the screening.
Und hier auf Deutsch >>
Die Lobby-Organisation für den Klimaschutz Citizens' Climate Lobby oder Bürgerlobby Klimaschutz gibt es in 30 Ländern weltweit. Das ist ihr Konzept:
Politischer WilleDas Interessante daran ist, dass sie auf der menschlichen Ebene agieren, d.h. sie besuchen Politiker und sprechen mit ihnen. Politiker sind das nicht gewohnt. Politik ist Krieg, sie verschanzen sich in Schützengräben und fürchten sich vor den Bürgern. Aber, so sagte Martin Delker, zu ihrer Strategie gehört, dem Politiker als Erstes irgendwas Anerkennendes zu sagen. Wenn sie das tun, ist der Politiker bereit, zuzuhören. Von den ca. 700 Abgeordneten haben sie mittlerweile jeden 20. getroffen. Ihr Ziel: sie wollen Politiker ermutigen, Klima-Helden zu werden.
Politische Mehrheiten werden dann entstehen, wenn der politische Wille der Bürger stark genug ist und die Wähler mit den von ihnen gewählten parlamentarischen Vertretern in Dialog treten. Wie erreichen wir politische Entschlossenheit?
Wir organisieren uns
Um bei Politikern wie Medien mehr Aufmerksamkeit für die Lösung der langfristigen Probleme des Klimawandels zu bewirken, bauen wir eine Bürgerlobby auf. Engagierte Bürger setzen sich darin für eine ökologisch und ökonomisch attraktive Zukunft ein.
Wir machen uns schlau
Um Lösungen vorschlagen zu können, informieren wir uns: in Treffen und Internetkonferenzen mit Experten
sprechen wir über Potenziale einer effektiven und gleichzeitig ökonomisch effizienten Klimapolitik.
Wir treten in Kontakt mit Medien und Politik
Mit Leserbriefen zeigen wir, dass es für kluge und entschlossene Klimapolitik Unterstützung in der Bevölkerung gibt. Wir übermitteln Informationen an Meinungsmacher und politische Entscheidungsträger. Angesichts der teils komplexen Fragestellungen und unterschiedlichster Vorgaben aus Parteien und Interessengruppen schärfen wir so deren strategischen Durchblick.
Wir koordinieren uns – in Europa und weltweit
Indem wir uns mit Citizens’ Climate Lobby Gruppen in Europa, den USA und andernorts zusammenschließen, unterstützen wir uns gegenseitig darin, unsere scheinbare Ohnmacht aufzugeben. Stattdessen organisieren wir uns, bilden uns weiter und eignen uns die notwendigen Fähigkeiten an, um eine konstruktive Beziehung zu unseren politischen Repräsentanten aufzubauen.
Und es scheint bei allen Parteien irgendwie klar zu sein, dass wir die CO2-Steuer brauchen, zumindest wird es mittlerweile in allen Parteien diskutiert. Ich bin mir nicht sicher, wie es funktioniert. Das Schema sieht so aus:
Die Preise für Klima-Sünder-Produkte steigen, was aber ausgeglichen wird, indem die Haushalte Geld aus diesen Steuereinnahmen bekommen. Aufs Konto überwiesen, pro Kopf!
„Die ärmeren Haushalte, die im Schnitt weniger Energie verbrauchen und folglich weniger für CO2 -Emissionen zahlen müssten als andere, würden dabei gewinnen. Denkbar wäre sogar, dass jeder Bürger etwa vor Weihnachten einen Scheck bekommt – klar, dass davon nicht nur das Klima, sondern auch die Stimmung im Land profitieren würden.“Mir leuchtet die Idee ein, dass Appelle an Wirtschaftsunternehmen völlig sinnlos sind, denn so funktionieren die nicht, die haben eine andere Logik. Moral muss in Geldwert übersetzt werden. Wenn es sich für sie rechnet, ökologisch zu produzieren, dann machen sie es, wenn nicht, dann nicht.
Klimaökonom Prof. Ottmar Edenhofer zur Pro-Kopf-Ausschüttung von CO2-Preis-Einnahmen, FR vom 18.03.2016





