Mittwoch, 20. Juni 2018
Digitalisierung
Gestern war ich auf dem Sommer-Wirtschaftsempfang der Grünen, der in der GLS Bank stattfand. Dort pflegte ich ein bisschen Kontakte (networken) und erfuhr, dass mein Banker NICHT wie angekündigt für drei Monate in Australien war mit seiner Frau, sondern sie sind den Jakobsweg gegangen. Er war total begeistert. Es war das Beste, was er je gemacht hätte und er will es unbedingt nochmal machen. So habe ich ihn noch nie erlebt. Verblüffend.
Er sagte, ihre Gehirne wären so verlangsamt gewesen, dass seiner Frau vom Busfahren hinterher schlecht wurde - sie schaffte es nicht, die Geschwindigkeit zu verarbeiten.
Erst gab es zwei Reden von Politikerinnen (Katharina Schulze und Margarete Bause), die so schematisch-routiniert heruntergebetet wurden, dass ich viel Tao-Geduld üben konnte und musste. Wie idiotisch ist das. Warum halten sie bei so einer Gelegenheit Wahlkampfreden anstatt mal echt und authentisch ihre eigenen, persönlichen Gedanken zu beschreiben?
Dann sprach Andera Gadeib (Vater ist Syrer, daher der Name) über Digitalisierung, was sehr spannend war. Sie beschwor die Dringlichkeit dessen, dass Kinder ganz früh den Umgang mit der Digitalisierung im aktiven Modus lernen, nicht als passive Konsumenten/innen. Sie sollen programmieren lernen. Das können die ganz Kleinen schon, da gibt es technische Möglichkeiten, wie sie das spielerisch lernen können. Deutschland sei dabei, ganz schwer abgehängt zu werden, wenn da nicht bald mal ein fundamentaler Wandlung in unserem Bildungssystem stattfindet!
Mich begeistert diese Idee einer radikalen Bildungsrevolution, wie sie Ken Robinson vorschlägt! Wenn ich im Lotto gewinne - ich habe gestern gespielt und kann 90 Mio Euro gewinnen - werde ich eine Schule gründen!
Der Rückweg durch den Hofgarten war wunderbar: es ist ja so lange hell, es ist warm und überall saßen Menschen in den Grünanlagen und unterhielten sich, ohne dass es die Enge oder den Partylärm des Isarufers hat. Im Pavillon wurde getanzt.















