Samstag, 5. Mai 2018

Navi

Am Donnerstag holte ich mir Bücher aus der Stabi - ich schaue mir mal Sherwood Anderson an, der so euphorisch von allen gelobt wird. Vielleicht lesen wir im Lesekreis die Kurzgeschichten, mal sehen.

Wegen Kindergarten.

Odeonsplatz.
Rückweg durch Sendling.




Ich arbeite an meiner Steuererklärung. Genauer gesagt grabe ich mich durch den Berg der Papiere, den der Nachlass hinterlassen hat. Ich muss herausfinden, was für neue Ein- und Ausgaben ich hatte 2017 und dazu muss ich diese Schreiben lesen, die ich von den Menschen und Maschinen der Behörden bekam. Ich versuche, ruhig zu bleiben, aber ich merke, dass ich immer mehr abbaue. Heute habe ich nur einen Anruf gemacht und den Rest des Tages nahm ich frei!

Ich saß auf dem Balkon, als die Krähe kam mit irgendwas im Schnabel, dass sie im Vogelbad einweichen wollte. Verärgert flog sie wieder, suchte sich eine Pfütze oder würgte es trocken runter.

Die Bienen nutzen immer mehr Löcher von meinem Pfahl, was mich einerseits freut, andererseits denke ich: ich muss für Futter sorgen. Je mehr Bienen bei mir geboren werden, desto mehr Futter wird gebraucht. Ich habe noch mehr Blumen ausgesäht.



Mein Fahrrad.
Am Nachmittag habe ich dann mit E-Bike in Betrieb genommen und testete die Strecke nach Grünwald, da ich morgen früh um 6 Uhr mich dort einfinden muss zu einer Vogelwanderung mit Siering. Mein Navi war der Meinung, ich könne ruhig die dicht befahrenen Straßen benutzen, ich ließ mich halb darauf ein, halb wich ich von der Route ab, weil ich unbedingt an der Isar langradeln wollte. Es piepte die ganze Zeit und wollte mich ständig zum Umdrehen bewegen. Wir kamen irgendwie nicht zusammen und am Ende fuhr ich eine blöde, große Straße lang und verfluchte das Navi, das beleidigt schwieg.

Den Rückweg macht ich ohne Navi und fand ohne Probleme die Strecke entlang der Isar. Ich kam an einem idyllischen Platz vorbei: ein uriges bayerisches Häuschen duckte sich dicht unter den Wald an einem Hang. Vor ihm lag ein kleiner Garten, in dem, völlig lautlos seine Runden drehend, ein Roboter-Rasenmäher vor sich hin mähte. Stieß er an ein Hindernis, wechselte er die Richtung. Niemand sah nach ihm, er genoss das volle Vertrauen seiner Besitzer. So kann es auch gehen, mit den Geräten. Wenn man Glück hat.













Ich weiß noch nicht, ob ich das morgen hinkriege, um Viertel nach 5 Uhr hier loszufahren. Ich könnte mir vorstellen, dass das nicht klappen wird. 


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