Dienstag, 22. Mai 2018

Bücherei

Heute war ich in der Bücherei – ein wunderbarer Ort, ein magischer Ort. Ein Ort, den ich immer wieder unbefangen und vergnügt betrete, weil ich ja nur eben schnell ein bestimmte Buch holen möchte und den ich verlasse, wankend unter der Last meines Rucksacks. Von überall her bestürmen sie mich und winken mir zu: „Nimm mich mit! Nimm mich mit!“ Ich stehe vor den Regalen mit Romanen in englischer Sprache und nehme einen Banville mit. Aber – dann ist es natürlich gut, ihn auch auf deutsch mitzunehmen, wenn sie ihn haben. Und sie hatten. Und dann in der Sprachabteilung ein ganzes Regal voller witziger und aufmunternder Bücher über englische Grammatik! Bei den Psychologen oben in der zweiten Etage waren meine Widerstandskräfte schon merklich erlahmt und brachen völlig zusammen bei den Religionsphilosophen. Es war kein Halten mehr.
Immerhin kann ich mir hoch anrechnen, dass ich nicht die Wagen mit den zurückgegebenen Büchern durchstöberte, die immer wahre Schätze enthalten.


Dann sollte ich A4 in ihrem Büro abholen und wurde herzlich gegrüßt von den ehemaligen Kolleginnen an der Infothek. Ich ging den langen Gang lang, vorbei am Büro des Managementdirektors und einiger anderer hochstehender Persönlichkeiten aus der Verwaltung der MVHS – niemand sah mich und ich sah niemand.
A4 und ich gingen ins Café Stoer, wo ich, wie immer, eine Fischsuppe aß. Aber ich glaube, diese Tradition beende ich nun, sie haben die Schüssel ausgetauscht in eine deutlich kleinere.




Später lief ich rüber zum Wiener Platz, wo ich mit A5 verabredet war und wir gingen in den Biergarten. Wie friedlich ist es dort, am Nachmittag unter den großen Kastanien, wie zeitlos kann das Leben sein!
Dann holte ich noch meine Kamera von der Reparatur und kam nach Haus, als der Gewitterregen schon vorbei war. Ich war so müde, dass ich um 9 Uhr (NEUN UHR!) ins Bett ging, es war noch hell draußen! Und ich schlief durch bis zum Morgen!

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